Definition

Was bedeutet nun Borderline für einen Betroffenen?

Wenn man sich durchliest, egal wo, wie Borderliner beschrieben werden, werden viele erst einmal nachschlagen müssen was die diversen Begriffe bedeuten.

Versuchen wir einmal den Begriff Borderliner aus Bordisicht zu beschreiben:

Die Nächste sind lang, weil der Schlafrhythmus gestört ist und eine hartnäckige Schlaflosigkeit besteht. Oftmals ist das Problem nicht das ein- sondern das durchschlafen.

Wenn keine Medikamente genommen werden, sind die Träume wirr, intenisv und manchmal sehr erschreckend.

Borderliner tun sich schwer die Welt anders als schwarz/weiß zu sehen. Entweder jemand ist böse, oder jemand ist gut. Ein dazwischen gibt es nicht.

In uns baut sich Druck auf. Intensiv, schmerzhaft. Ich selbst beschreibe es gerne so: Mein Herz liegt in einer Hand. Diese Hand schließt sich zur Faust. Drückt immer fester zu. Man bekommt keine Luft, hat Schmerzen (die man durchaus auch körperlich spürt) und möchte nur eines: Luft holen.

Was tut nun ein Borderliner, wenn alle Skills versagen und er sich nicht mehr zu helfen weiß? Er baut den Druck durch selbstverletzendes Verhalten ab. Und nein, ein Borderliner versucht nicht sich umzubringen. Er will einzig und alleine den Druck loswerden.

Was Nähe angeht sind Borderliner auch eine Sache für sich. Auf der einen Seite suchen wir nach Nähe und Körperkontakt, aber andererseits lehnen wir es ab. Wir weisen die, die uns lieben von uns, aus Angst das sie uns zu nahe kommen…

Borderliner haben viele Facetten. Jeder Borderliner ist anders und doch sind sich alle Borderliner sehr ähnlich.

Nur eines ist gewiss, auch wenn noch sie viele sagen das sie geheilt seien: Einmal Borderliner, immer Borderliner.

Man muss mit Borderline nur zu leben lernen!

Folgende Kriterien weisen auf eine Boderline-Persönlichkeitsstörung hin.

Werden mindestens fünf der nachfolgenden neun Kriterien erfüllt, kann von einem Vorliegen einer BPS ausgegangen werden:

1.

Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden (außer Suizid oder Selbstverletzungen, siehe auch 5)


2.

Ein Muster an instabilen aber intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen, das sich durch einen Wechsel zwischen den beiden Extremen der Überidealisierung und Abwertung auszeichnet

3.

Identitätsstörungen: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung


4.

Impulsivität bei mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Aktivitäten, z.B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, Ladendiebstahl, rücksichtsloses Fahren und Fressanfälle (außer Suizid oder Selbstverletzungen, siehe auch 5)


5.

Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten


6.

Instabilität im affektiven Bereich: ausgeprägte Stimmungsschwankungen, zum Beispiel Euphorie, Reizbarkeit oder Angst (ein paar Stunden andauernd, selten länger als einige Tage)

7.

Chronisches Gefühl der Leere oder Langeweile

8.

Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z.B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen


9.

Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome